Für alle, die am kommenden Wochenende aus den Pfingstferien nach Hause fahren oder sonst öfter im Stau stehen, hier ein paar Tipps, wie man die Zeit im Auto "sinnvoll" nutzt: TomTom hat mit MontyPython-Star John Cleese eine Reihe Spots gedreht. Abgedrehte Spots, quasi. :-) Aber das müsst Ihr euch selbst ansehen. Hier mein Lieblingsspot der Serie:
Die anderen fünf findet ihr hier, oder auf der entsprechenden Facebook-Seite. Was ist denn eure Lieblings-Staubeschäftigung? Die Holde spielt ja ganz gerne mal Ball im Auto, wenn es sich staut. Ich bin da eher so á la Spot Nr. 5 und gehe an die Decke...
Findlinge und Gedanken aus meinen Streifzügen durch das Leben und das Netz. Wunderbares und Sonderbares aus Technik, Genderdiskussionen und Kommunikation.
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Donnerstag, 23. Juni 2011
Freitag, 17. Juni 2011
schwarz, rot, goldig?
Ich habe es mir einige Tage überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben soll. Ob ich das Thema "Objekt Frau" noch einmal aufnehme und das Thema Frauenfußball auch und beides in einen Artikel packe. Ob ich mich auf dieses dünne Eis begeben soll, das zwischen Vorurteilen gegen Sportfrauen einerseits und weiblicher Vermarktung andererseits reißt und knackt. Dann habe ich den Bericht der Mädchenmannschaft zum Frauenfußball in Brasilien entdeckt und heute Nachmittag bin ich über diesen Artikel zur Frauen-WM im Zeitmagazin gestolpert. Also bekommt ihr ein bisschen Futter fürs Wochenende:
Am Dienstag, als ich mit meinem geschätzten Kollegen und Kompagnon telefonierte, fragte er mich plötzlich: "Hast Du die neue Playboy schon gesehen?" Ich war kurz verwirrt, denn zu meiner täglichen Lektüre gehört das eher nicht. Aber mir wurde sehr schnell klar, worauf er hinaus wollte. Schließlich hatten wir uns in der Woche zuvor noch gemeinsam über die etagreen aufgeregt.
Habt ihr die neue Playboy schon gesehen? Hier der Link zum Stein des Anstoßes. Fünf Spielerinnen der Nationalmannschaft haben sich für den Playboy nackig gemacht. Um gegen das Image des "Mannweibs" anzukämpfen, wie sie sagen. Denn: "Es spielen immer mehr süße, hübsche Mädels Fußball, die auch shoppen gehen und Wert auf ihr Äußeres legen."
Eigentlich finde ich dieses Zitat noch schlimmer als die Bilder. Der Kollege kommentierte passend: "Statt als Mannweib abgestempelt zu werden, lassen sie sich also lieber als Püppchen fotografieren?" Ja, denn das lässt sich offenbar besser verkaufen. Frauen, Verzeihung, "Mädels" haben nun mal süß und schlank zu sein, lassen für Geld alle Hüllen fallen und gehen gerne shoppen. Mich gruselt's. Das sollen die Vorbilder für unsere Jugend sein? Germany's next Topfmodel auf grünem Rasen? Aber der DFB findet das sicher nicht gut, dachte ich. Und dann das:

Was ihr hier seht, ist einer der offiziellen DFB-Fanartikel. Es gibt wahlweise auch ein "Stylisches T-Shirt mit Glittter-Aufdruck"[sic!]. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Mädels, die süß aussehen und gern shoppen gehen. Aber ich habe ganz deutlich etwas dagegen, wenn Fußballfrauen wie z.B. Nadine Angerer nicht als das was sie sind, nämlich eine hervorragende Torfrau, gesehen werden, sondern nur ihre angebliche fehlende Weiblichkeit bemängelt wird. Sportlerinnen haben "süß" auszusehen, nicht "athletisch". Mattel hat passenderweise zur Fußball-WM eine Barbiepuppe herausgebracht. Aber ich will Fußball sehen im Juli, keine Puppenspiele! Daher schließe ich mit einem Zitat vom Turbine Potsdam Trainer Bernd Schröder: "Wir aber brauchen Persönlichkeiten, keine Barbiepuppen."
Am Dienstag, als ich mit meinem geschätzten Kollegen und Kompagnon telefonierte, fragte er mich plötzlich: "Hast Du die neue Playboy schon gesehen?" Ich war kurz verwirrt, denn zu meiner täglichen Lektüre gehört das eher nicht. Aber mir wurde sehr schnell klar, worauf er hinaus wollte. Schließlich hatten wir uns in der Woche zuvor noch gemeinsam über die etagreen aufgeregt.
Habt ihr die neue Playboy schon gesehen? Hier der Link zum Stein des Anstoßes. Fünf Spielerinnen der Nationalmannschaft haben sich für den Playboy nackig gemacht. Um gegen das Image des "Mannweibs" anzukämpfen, wie sie sagen. Denn: "Es spielen immer mehr süße, hübsche Mädels Fußball, die auch shoppen gehen und Wert auf ihr Äußeres legen."
Eigentlich finde ich dieses Zitat noch schlimmer als die Bilder. Der Kollege kommentierte passend: "Statt als Mannweib abgestempelt zu werden, lassen sie sich also lieber als Püppchen fotografieren?" Ja, denn das lässt sich offenbar besser verkaufen. Frauen, Verzeihung, "Mädels" haben nun mal süß und schlank zu sein, lassen für Geld alle Hüllen fallen und gehen gerne shoppen. Mich gruselt's. Das sollen die Vorbilder für unsere Jugend sein? Germany's next Topfmodel auf grünem Rasen? Aber der DFB findet das sicher nicht gut, dachte ich. Und dann das:

Was ihr hier seht, ist einer der offiziellen DFB-Fanartikel. Es gibt wahlweise auch ein "Stylisches T-Shirt mit Glittter-Aufdruck"[sic!]. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Mädels, die süß aussehen und gern shoppen gehen. Aber ich habe ganz deutlich etwas dagegen, wenn Fußballfrauen wie z.B. Nadine Angerer nicht als das was sie sind, nämlich eine hervorragende Torfrau, gesehen werden, sondern nur ihre angebliche fehlende Weiblichkeit bemängelt wird. Sportlerinnen haben "süß" auszusehen, nicht "athletisch". Mattel hat passenderweise zur Fußball-WM eine Barbiepuppe herausgebracht. Aber ich will Fußball sehen im Juli, keine Puppenspiele! Daher schließe ich mit einem Zitat vom Turbine Potsdam Trainer Bernd Schröder: "Wir aber brauchen Persönlichkeiten, keine Barbiepuppen."
Dienstag, 14. Juni 2011
Werbeobjekte - das Gleiche in Grün
Das folgende Video, das ich über die Mädchenmannschaft gefunden habe, spiegelt gerade schön meine eigenen Gedanken zum Thema Werbung wider. Es geht um das Frauenbild, das uns vermittelt wird und - für mich sogar noch wichtiger - um die Degradierung zum reinen Objekt, das mit den beworbenen Dingen oft gar nichts mehr zu tun hat. Gerade letzte Woche habe ich mich richtig "grün geärgert": Ich war auf der Intersolar in München, einer Messe für Solartechnik. Das praktische an diesen Messen ist, dass man sich dort meist kostenlos mit den neuesten Veröffentlichungen und Magazinen zum Thema eindecken kann. Ich stehe also vor einem gut bestückten Regal voller Solar- und Energiemagazine und was muss ich da sehen: Das Cover der "etagreen", eines Fachmagazins für nachhaltige Energie, zierte eine halb nackte Frau. Mit einer Werbebanderole um die Brust des Models wurde dann auch noch suggeriert, die Dame sei nicht nur halb nackt, sondern sehr nackt. Leider finde ich das Cover (noch) nicht online.
Wo genau liegt die Verbindung zwischen der Wahl des passenden Wechselrichters für Solaranlagen und einer halb nackten Frau? Weil es so schön warm wird auf den Panels? Im Innern der Ausgabe dann ein Poster mit den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands - eine Afroamerikanerin im Bikini und mit Sonnenbrille verdeckte zwar einen Teil des Niederrheins und Schwarzwalds, aber was soll's? Ist doch viel hübscher so. Nicht zu fassen, das. Nachhaltige Kommunikation definiere ich irgendwie anders. Mehr mit Menschenwürde und so. Das Magazin ist bei mir jedenfalls unten durch.
Welche Werbewiderlichkeiten sind euch denn die "liebsten"? Zur Inspiration seht euch einfach zum Abschluss des kleinen Ausflugs in die Werbewelt noch ein paar gephotoshoppte Bilder an und dann legt los:
Wo genau liegt die Verbindung zwischen der Wahl des passenden Wechselrichters für Solaranlagen und einer halb nackten Frau? Weil es so schön warm wird auf den Panels? Im Innern der Ausgabe dann ein Poster mit den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands - eine Afroamerikanerin im Bikini und mit Sonnenbrille verdeckte zwar einen Teil des Niederrheins und Schwarzwalds, aber was soll's? Ist doch viel hübscher so. Nicht zu fassen, das. Nachhaltige Kommunikation definiere ich irgendwie anders. Mehr mit Menschenwürde und so. Das Magazin ist bei mir jedenfalls unten durch.
Welche Werbewiderlichkeiten sind euch denn die "liebsten"? Zur Inspiration seht euch einfach zum Abschluss des kleinen Ausflugs in die Werbewelt noch ein paar gephotoshoppte Bilder an und dann legt los:
Montag, 21. Februar 2011
Verwirrung gefällig?
Diese schöne Frau ist ein Mann...mithin der erste, der Frauenkleider auf dem Laufsteg präsentiert und mal weiblich und mal männlich fotografiert wird. Im aktuellen Zeit Magazin gibt es eine Fotostrecke mit Andrej Pejic, darüber bin ich gestolpert (die Mädchenmannschaft auch, wenn auch mit weniger Begeisterung, wie mir scheint). Auf Zeit online wird ziemlich heftig diskutiert (um es mal so zu nennen). Das kann ich nachvollziehen, wir sind es schließlich nicht gewohnt, dass unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf gestellt werden.Ich finde, man kann hier sehr schön sehen, wie selten wir wirklich sehen, wenn wir schauen. Aha, Kleid, lange Haare, dünn = Frau. Wir sehen eine Frau, keinen schönen Menschen.
Auch die Werbung spielt auf diese Weise mit Erwartungen - quasi ein Geheimrezept ist es, diese Erwartungshaltungen zu enttäuschen. Das bringt Aufmerksamkeit in Zeiten der Informationsüberflutung.
Manche aber setzen auch geradezu darauf, dass die Konsumenten nicht so genau hinsehen. Bei einem Plakat für dieses Getränk mussten wir neulich jedenfalls schon zweimal schauen, um zu erkennen, dass es sich nicht um Fanta handelt. Damit versucht der Hersteller wohl, beim Käufer genau die Emotionen zu wecken und Verbindungen hervorzurufen, die an die "große" Marke gebunden sind.
Zurück zu Andrej Pejic, der diese Assoziationskette ausgelöst hat. Ich finde, er/sie hat ein überaus interessantes Gesicht und ich sehe mir die Bilder alle sehr gerne an, ganz gleich in welche Posen er/sie sich wirft.
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